TRADITIONELLE CHINESISCHE MEDIZIN

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist ein medizinisches System, dessen Wurzeln über 2000 Jahre zurück reichen und das sich ständig weiter entwickelt und zunehmend weltweit etabliert. Die sogenannten fünf Säulen der TCM bilden ein umfassendes Behandlungssystem, mit denen alle Energieebenen des Menschen – Körper, Geist und Seele – beeinflusst werden.

Die fünf Säulen bzw. fünf Behandlungsverfahren:

  • Akupunktur
  • Arzneimittel (Heilkräuter)
  • Tuina-Therapie und Akupressur (manuelle chinesische Therapie)
  • Ernährungslehre
  • Qi Gong/Tai Qi und Beratung in gesundheitsfördernder Lebensführung

Diese Verfahren gehen auf Grundlagen aus der Han-Dynastie (206 v. Chr. – 220 n. Chr.) zurück.

Nicht jeder TCM-Arzt in China hatte in vergangenen Zeiten die Gelegenheit, eine Schule zu besuchen. Die Menschen waren arm und das Land war sehr gross, reisen konnten nur wenige. So wurde das Wissen traditionell innerhalb der Familie gelehrt und von Generation zu Generation weitergegeben und weiterentwickelt. Diese Überlieferungen wurden lange Zeit als Familiengeheimnisse streng behütet.

So sind über die Jahrhunderte viele verschiedene Lehren, Techniken und Behandlungsstrategien entstanden, die erst in jüngerer Zeit der Öffentlichkeit zugänglich wurden.

Im Vergleich zu den Lehren an den Universitäten sind die traditionellen Überlieferungen weniger standardisiert und haben mehr spirituelle Elemente beibehalten.

Interessierte TCM-Therapeuten haben heute die Möglichkeit, in verschiedenen Ländern Meister für spezielle Lehren zu finden und entsprechend der eigenen Vorlieben diese Lehren zu vertiefen. Die Arbeitsweise der TCM-Therapeuten kann sich demzufolge von Therapeut zu Therapeut sehr unterscheiden.