Gelenkbeschwerden durch Kälte, Wind und Feuchtigkeit

13. Juli 2018

Besonders die Kniegelenke sind in vielen Sportarten stark belastet oder während dem Joggen, Fahrrad- oder Motorradfahren Wind, Kälte und oft auch Feuchtigkeit ausgesetzt. Da Gelenke – abgesehen vom Hüftgelenk – nicht von einer dicken und schützenden Muskelschicht umgeben sind, sind sie gegenüber klimatischen Einflüssen sehr empfindlich und sollten warm gehalten werden. Fehlt eine passende Kleidung, z. B. beim Motorradfahren bei kühler und nasser Witterung, können die Knie notfalls mit Zeitungspapier umwickelt und so vor kalter und feuchter Zugluft geschützt werden.

Gemäss der Theorie der Chinesischen Medizin fliessen Blut und Energie im gesunden Körper gleich schnell. Kälte setzt dem Körper zu, indem sie durch ihre zusammenziehende Eigenschaft das Blut „einfriert“. Das heisst, das Blut wird durch die Kälte zähflüssig und kann der Energie nicht mehr folgen. Dadurch entsteht eine Reibungshitze, die sogenannte „Umwandlungshitze“. Eine anfängliche Kälte in einem Kniegelenk – nach einer Wanderung in nasser Kleidung, einer Fahrradtour mit einer längeren Fahrt talwärts oder nach dem Joggen spätabends im Nebel – kann sich so über Nacht in Hitze umwandeln, die in einer Entzündung des Gelenkes mit Rötung, Schwellung und Schmerzen endet.

Nicht immer sind die Reaktionen so unmittelbar. Wiederholte Kälteeinwirkungen auf die Gelenke können auf Dauer zu Steifigkeit,  zu arthrotischen Veränderungen führen und rheumatische Beschwerden begünstigen.